RFID Reader gibt es in vier Bauformen: stationär, als Handheld, als Desktop Reader am USB-Anschluss und als Embedded Modul. Diese Übersicht zeigt, welche Bauform wozu passt, nennt Geräte aus dem IDCRAFT Portfolio und führt zu Preis und Verfügbarkeit im Shop.
Die vier Bauformen im Vergleich
- Stationär – UHF bis ca. 12 m, HF bis ca. 50 cm. Ethernet, PoE, RS-232, GPIO, teils WLAN. Für feste Lesepunkte: Tor, Förderband, Regal, Zutritt.
- Handheld – UHF je nach Gerät ca. 4 bis 15 m, HF wenige Zentimeter. Android-Gerät, Bluetooth, WLAN, teils 5G. Wenn Menschen zum Objekt gehen: Inventur, Wareneingang, Instandhaltung.
- Desktop – wenige Zentimeter bis ca. 35 cm. USB-A oder USB-C, teils Bluetooth LE. Wenn am Arbeitsplatz einzeln erfasst oder codiert wird.
- Embedded Modul – Reichweite abhängig von der externen Antenne. TTL, UART, USB, CCID. Wenn der Leser Teil eines eigenen Geräts wird.
Die Reichweiten sind Richtwerte unter guten Bedingungen. Wie weit ein Aufbau tatsächlich liest, hängt vom Tag, von der Antennenausrichtung und vom Material in der Umgebung ab und lässt sich nur im Versuch klären.
Passende Geräte aus dem Portfolio
Stationär: Chainway UR300 mit Android 11, Impinj E Series Gen2X und über 1.300 Tags pro Sekunde, Chainway UR4 und CAEN Proton. Vollständige Listen unter stationäre RAIN Reader (UHF) und HF stationäre Leser.
Handheld: Chainway MC51 mit Android 14, 5G, WiFi 6E, IP67 und bis zu 4 m Lesereichweite, CAEN fIDo als Sled mit SP-Connect-Halterung und induktivem Laden, und das robuste Tablet Chainway P80 UHF. Übersicht: UHF Handheld Reader und HF Handheld Reader.
Desktop: Chainway R3S mit 30 dBm, integrierter Antenne, USB-C und Bluetooth LE, CT DeskID mit 17 dBm und bis zu 35 cm Lesereichweite, CAEN Slate mit zirkular polarisierter Antenne. Für HF und NFC der ACS ACR1552U mit ISO 14443 A/B, ISO 15693, ISO/IEC 18092 und SAM-Slot.
Embedded Module: die Chainway-CM710-Serie mit 4, 8 oder 16 Antennenports, der CAEN Lepton-x4 TTL und für HF der ACS ACM1552U-Z2. Übersicht: UHF Reader Module und HF Reader Module.
Preis und Verfügbarkeit: Im IDCRAFT Shop stehen unter anderem Chainway UR4, Chainway R3S, CT DeskID, Chainway MC51 G und ACS ACR1552U mit Preis. Geräte ohne Shop-Eintrag wie CAEN Proton oder Impinj R700 / R720 bieten wir mit Muster und Projektpreis an.
Vertiefung für den 13,56-MHz-Bereich: unser Leitfaden zu NFC Lesegeräten vergleicht Desktop-, Bluetooth-, Modul- und Panelleser und zeigt die Auswahlkriterien.
RFID Lesegeräte für die Industrie
In Fertigung und Intralogistik zählen Schutzart, Schnittstellen und die Eignung für den Dauerbetrieb. Bei UHF | RAIN erfüllen das Geräte wie der CAEN Proton mit Schutzart IP65, 4 Antennenports und PoE mit M12-Industrieanschlüssen, der Zebra FX9600 mit bis zu 8 Antennenports oder der Zebra FXR90 mit IP67. Direkt an der Maschine sitzen Einbauleser: der Kronotech PH22 für das 22-mm-Einbaukonzept, mit 13,56 MHz und 125 kHz, USB-A und IP67-Frontschutz, und der zylindrische Kronotech M30 UHF mit M12-Anschluss, integrierter Antenne und IP65-Gehäuse. Die vollständigen Listen: UHF RFID Reader für Tor, Förderband und Halle und stationäre HF | NFC Lesegeräte. Wie solche Geräte in der Linie arbeiten, zeigt der Beitrag RFID in der industriellen Automatisierung.
Mini RFID Lesegeräte und USB Reader
Wer am Arbeitsplatz einzelne Karten, Tags oder Etiketten erfasst, braucht kein Gate, sondern ein kleines Lesegerät am USB-Anschluss. Für UHF | RAIN sind das der CT minID (USB-C, R/W- oder HID-Modus, etwa so groß wie ein Ladecase für Bluetooth-Kopfhörer), der CT PocketID mit bis zu 15 cm Lesereichweite und der CT DeskID mit Tastaturemulation. Für HF | NFC ist es der ACS ACR1552U mit USB-A oder USB-C. Schnittstellen, Treiber und die Auswahl nach Anwendung erklärt der Ratgeber RFID USB Reader und Desktop Reader.
RFID Scanner: Handhelds für Inventur und Wareneingang
Wer nach einem RFID Scanner sucht, meint meist ein mobiles Lesegerät: ein Android-Handheld mit UHF-Modul, oft mit Pistolengriff, das ganze Regale oder Paletten in einem Durchgang erfasst. Dazu zählen Geräte wie Chainway MC51 G (Android 14, IP67, bis zu 15 m Lesereichweite) und Zebra TC22R (bis zu 12,2 m Lesereichweite). Der Chainway SR160 verbindet UHF-Leser und 2D-Barcode-Scanner in einem Gerät. Alle mobilen Geräte stehen unter UHF Handheld Reader und HF Handheld Reader.
RFID Lesegeräte: Hersteller im Überblick
IDCRAFT liefert herstellerunabhängig. Wofür die Marken im Portfolio stehen:
- ACS: HF | NFC Desktop Reader, Bluetooth Reader und Reader Module, etwa ACR1552U, ACR1555U und ACM1552U.
- HID: OMNIKEY Desktop Reader und Reader Boards für HF | NFC.
- rf IDEAS: WAVE ID Lesegeräte, überwiegend für zwei Frequenzen: 125 kHz und 13,56 MHz.
- Chainway: UHF | RAIN Handhelds, stationäre Reader und Reader Module.
- Zebra: stationäre UHF Reader wie FX9600 und FXR90, Handhelds und RFID Drucker.
- Impinj: R700 / R720, stationäre Reader für große Tag-Mengen und schwierige Funkbedingungen.
- CAEN RFID: Proton als stationärer Reader, Slate als Desktop Reader, fIDo und skID als mobile Leser, Lepton als Modul.
- Kronotech: Einbauleser PH22 für das 22-mm-Einbaukonzept und zylindrische M30 Leser für HF und UHF.
- CT (CRAFT Technologies): UHF | RAIN Desktop Reader DeskID und minID, stationärer Reader URIIA, Gate Reader GateSense. Wie ein Gate aus Reader, Antennen und Sensorik aufgebaut ist, steht im Leitfaden RFID Gate.
Wie funktioniert ein RFID Lesegerät?
RFID Reader & Lesegeräte sind das Herzstück jedes RFID-Systems. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, über Funkfrequenzsignale drahtlos mit RFID Transpondern (Tags) zu kommunizieren, um Daten zu identifizieren, zu lesen und – falls erforderlich – zu schreiben. Ein RFID Lesegerät erzeugt über seine Antenne ein elektromagnetisches Feld. Wenn ein RFID Tag in dieses Feld eintritt, wird es entweder induktiv (LF/HF) oder über elektromagnetische Wellen (UHF) mit Energie versorgt. Der Tag antwortet dann, indem er einen Teil des Signals moduliert und zum Lesegerät zurück reflektiert, ein Vorgang, der als Rückstreuung bezeichnet wird. Die Technik im Ganzen, von den Frequenzbändern bis zu den Bauformen, ordnet der Beitrag Was ist RFID? ein.
Der Leser entschlüsselt diese Antwort und leitet die erfassten Daten – wie eine eindeutige ID, EPC-Nummer oder Benutzerspeicher – an Backend-Systeme wie ERP-, WMS- oder MES-Plattformen weiter. Moderne RFID-Lesegeräte unterstützen Antikollisionsalgorithmen, die das zuverlässige gleichzeitige Lesen von Hunderten von Tags ohne Sichtverbindung ermöglichen, selbst in dynamischen Umgebungen.
Bei IDCRAFT werden RFID Reader & Lesegeräte auf Grundlage der Anforderungen realer Anwendungsfälle ausgewählt und konfiguriert, darunter Frequenzbereich (LF, HF/NFC, UHF/RAIN RFID), Lesereichweite, Umgebungsbedingungen und Systemintegration. Ob für Intralogistik, Produktion, Asset-Tracking oder digitale Produktpässe – IDCRAFT unterstützt Kunden mit der richtigen UHF | RAIN - RFID Reader und HF | NFC - Lesegeräte Hardware für zuverlässige, skalierbare RFID-Lösungen.
HF, NFC oder UHF: welche Frequenz wofür?
HF und NFC arbeiten bei 13,56 MHz. Die Reichweite liegt je nach Antenne und Transponder zwischen wenigen Zentimetern und rund 50 cm, bei NFC nach ISO 14443 typisch unter 10 cm. Das ist oft der Zweck und kein Nachteil: Wer eine Karte an einem Leser identifiziert, will genau diese eine Karte lesen und nicht alle im Umkreis. HF ist gegenüber Wasser und menschlichem Gewebe deutlich unempfindlicher als UHF, was den Einsatz im Gesundheitswesen und in der Wäscherei erklärt. Maßgeblich sind ISO 14443 (A und B), ISO 15693 und ISO/IEC 18092.
UHF, auch RAIN RFID genannt, arbeitet in Europa bei 865 bis 868 MHz. Die Reichweite reicht je nach Tag, Antenne und Umgebung bis rund 12 m. Die zulässige Sendeleistung regelt ETSI EN 302 208 mit 2 W ERP. In den USA gelten 902 bis 928 MHz und 4 W EIRP, weshalb Geräte regional zugelassen sein müssen. UHF liest Pulks, ist dafür empfindlich gegenüber Metall und Flüssigkeiten und braucht dort On-Metal-Tags und ein durchdachtes Antennenkonzept.
Ist NFC dasselbe wie RFID? NFC ist eine Teilmenge von HF-RFID, kein eigener Standard daneben. Ein HF-Lesegerät, das ISO 14443 und ISO/IEC 18092 unterstützt, liest damit auch NFC-Tags. Ein UHF-Lesegerät liest keine NFC-Tags und umgekehrt, weil Frequenz und Luftschnittstelle verschieden sind. Geräte, die beides können, enthalten zwei getrennte Lesemodule.










