Connectivity Box – RFID-Edge-Gateway mit LTE

Der teuerste Teil eines RFID-Projekts ist oft nicht der Reader, sondern die Anbindung. Die Connectivity Box bringt Lesungen vom Lesepunkt per LTE direkt ins Backend, ohne Server vor Ort.
July 21, 2026
Connectivity Box – RFID-Edge-Gateway mit LTE

Connectivity Box: RFID-Daten ohne IT-Projekt ins Backend

Der teuerste Teil vieler RFID-Projekte ist nicht der Reader, sondern die Anbindung: Netzwerkfreigaben, ein Server vor Ort, Middleware, Abstimmung mit der Standort-IT. Genau dafür haben wir die Connectivity Box gebaut, ein RFID-Edge-Gateway, das Lesungen vom Lesepunkt direkt in Ihr Backend bringt. Reader anschließen, SIM-Karte einlegen, einschalten.

Was im Gerät passiert

Der Reader meldet jede Lesung per Ethernet an die Box. Die Middleware filtert Dubletten in einem konfigurierbaren Zeitfenster (Werkseinstellung 40 Sekunden), legt jeden Datensatz mit Sende-Status in einer SQLite-Datenbank ab und schickt die Daten gebündelt alle 10 Sekunden als JSON per HTTPS an Ihre REST-API, authentifiziert per API-Key und Geräte-ID. Erfasst wird je Lesung der 96-Bit-EPC mit Zeitstempel, bei mindestens 100 Tags in fünf Sekunden.

Die Verbindung läuft über LTE (Cat 4, Trägerplatine für 5G-Module vorbereitet). Ihr Firmennetz bleibt komplett außen vor: keine Firewall-Freigaben, keine Serverinstallation, keine Abstimmungsrunden mit der IT am Standort.

Wenn das Netz ausfällt

Die Box puffert 60 Minuten lokal (konfigurierbar) und sendet automatisch nach, sobald die Verbindung wieder steht. Autostart, Auto-Reconnect, LTE-Watchdog und automatischer Neustart nach Stromausfall halten den Betrieb ohne Eingriff am Laufen. Ein Heartbeat alle 60 Sekunden meldet, dass das Gerät lebt.

Wartung aus der Ferne

Jede Box hat ein eigenes Privates-VPN für Fernwartung und Diagnose sowie ein lokales, nur lesendes Status-Dashboard. Zwei LEDs am Gerät zeigen auf einen Blick, ob Reader und Backend verbunden sind.

Technische Eckdaten

  • Rechner: Raspberry Pi 5 (8 GB, optional 16 GB), Raspberry Pi OS 64 Bit
  • Reader-Anbindung: Ethernet (TCP/IP), Reader als TCP-Client, Port konfigurierbar
  • Datenverarbeitung: Deduplizierung, SQLite-Puffer, Sendewarteschlange
  • Backend: HTTPS, JSON REST, API-Key (Bearer Token) plus Geräte-ID, kundenspezifische Endpunkte möglich
  • Mobilfunk: LTE Cat 4 (SIMCom SIM7600G-H), SIM und Datentarif kundenseitig
  • Fernwartung: Privater VPN, lokales Status-Dashboard

Unterstützt sind heute GateSense-UHF-Gate-Reader. Die Anbindung von Chainway (UHF | RAIN), ACS (HF | NFC) und CRAFT Technologies ist in Vorbereitung; die Box ist bewusst herstellerunabhängig ausgelegt.

Wo die Box arbeitet

Überall dort, wo gelesen wird, aber keine IT-Infrastruktur wartet: Wareneingang und Warenausgang, Behältermanagement, Textilservice und Wäscherei, Materialfluss in der Produktion, Fahrzeug-Identifikation an Hof- und Werkstoren, Baustellen und Außenlager. Die ersten Geräte laufen seit Ende Juni 2026 bei einem Textilservice-Anbieter im Feldeinsatz und melden dort getaggte Wäschestücke am Warenein- und -ausgang direkt in die Abrechnung.

Zwei Varianten

GateSense Connect ist das Komplettsystem: Connectivity Box plus GateSense UHF-Gate-Reader, vorkonfiguriert und betriebsbereit. Die Connectivity Box solo bindet vorhandene oder projektspezifische Reader an, nach technischer Prüfung durch uns. Entwickelt und montiert wird beides von IDCRAFT in Deutschland.

Pilotprojekt starten

Alle technischen Daten, Schnittstellen und Downloads finden Sie auf der Produktseite der Connectivity Box. Datenblatt, Preise und ein Pilotangebot gibt es direkt von uns: +49 6236 4494 685, info@idcraft.com oder über das Kontaktformular. Wir prüfen vorab, ob Reader, Erfassungspunkt und Backend zusammenpassen. Beratung statt Box Moving, auch bei dieser Box.