HF | NFC - RFID Produkte wie Desktop-Lesegeräte, industrielle Lesegeräte, Tags oder Etiketten bieten Lösungen für eine Vielzahl von Anwendungen. Neue Arbeitsweisen und intelligente Büros erfordern flexible Systeme. Fortschrittliche Authentifizierungssysteme für Zugang, Drucker oder die Anmeldung an gemeinsam genutzten PCs sorgen für sichere und effiziente Prozesse und steigern Produktivität und Zufriedenheit. So unterstützen wir Unternehmen in einer globalisierten Arbeitswelt.
Wie eine RFID Zutrittskontrolle aufgebaut ist
Eine RFID Zutrittskontrolle – im Sprachgebrauch auch RFID Zugangskontrolle – besteht aus drei Teilen. Der Ausweis, also Karte, Keyfob oder Smartphone, trägt eine eindeutige Kennung. Der Leser am Türrahmen liest sie berührungslos auf 13,56 MHz und gibt sie an den Türcontroller weiter. Der Controller prüft die Berechtigung gegen die Zutrittssoftware und schaltet das Schloss frei. Für die Beschaffung heißt das: drei Entscheidungen, die man getrennt trifft – die Ausweistechnik, die Bauform des Lesers und die Schnittstelle zum Controller. Wer sie zusammenwirft, legt sich früher fest als nötig.
Welche Ausweistechnik Sie wählen sollten
Bei der Ausweistechnik entscheidet sich das Sicherheitsniveau der gesamten Anlage. 125 kHz Prox ist weit verbreitet, überträgt die Kennung aber unverschlüsselt und lässt sich mit frei erhältlichen Geräten kopieren – für Neuanlagen keine Option mehr. MIFARE Classic verschlüsselt zwar, das Verfahren Crypto1 ist seit 2008 öffentlich gebrochen und gilt nicht mehr als sicher. Stand der Technik sind MIFARE DESFire EV2 und EV3 mit AES-128 und gegenseitiger Authentifizierung sowie die herstellergebundenen Familien LEGIC und HID iCLASS SE und Seos. Wer im Bestand noch Prox-Ausweise hat, kommt um eine Übergangsphase nicht herum – dafür gibt es Dualfrequenz-Leser, die 125 kHz und 13,56 MHz gleichzeitig bedienen, etwa der rf IDEAS WAVE ID Plus Mini mit MIFARE DESFire EV1 bis EV3.
Wiegand oder OSDP: die Schnittstelle zum Türcontroller
Die zweite Entscheidung wird oft übersehen und ist sicherheitsrelevant. Wiegand ist seit Jahrzehnten Standard, überträgt die Kennung aber im Klartext über eine unidirektionale Leitung: Wer an das Kabel kommt, liest und wiederholt sie. OSDP nach dem Standard der SIA arbeitet bidirektional über RS-485 und bietet mit Secure Channel eine AES-verschlüsselte Verbindung zwischen Leser und Controller – dazu Statusmeldungen und Firmware-Updates über dieselbe Leitung. Für neue Anlagen ist OSDP die richtige Wahl. Leser, die beides können, halten den Weg offen: die LiNEGUARD Prox Line und die LiNEGUARD Keypad Line unterstützen Wiegand, OSDP V2 und SSCP; beide sind nach IK10 und IP65 gebaut und mit einem nach EAL6+ zertifizierten Sicherheitselement ausgestattet, die Keypad Line zusätzlich mit ANSSI-CSPN-Zertifizierung.
Zutritts-Hardware bei IDCRAFT
Für die Tür liefern wir Wandleser und Leser mit Tastatur für die PIN-Eingabe, für Zeiterfassung und Anmeldung am Arbeitsplatz kompakte USB-Leser. Der HID OMNIKEY 5027 liest ISO 14443 A/B und ISO 15693 einschließlich iCLASS, Seos, MIFARE und DESFire und arbeitet nativ als Keyboard-Wedge, also ohne Treiber. Der HID Multi-ISO Reader deckt zusätzlich ISO 7816 über einen SAM-Steckplatz ab. Für LEGIC-Umgebungen steht der Elatec TWN4 Palon mit LEGIC SM-4200 bereit, wahlweise über USB, RS-485 oder OSDP und nach IP65 geschützt. Auf der Ausweisseite fertigen wir RFID Karten nach ISO 7810 mit allen gängigen HF- und NFC-Chips, auf Wunsch als Hybridkarte mit bis zu drei Technologien, dazu Epoxy Keyfobs für den Schlüsselbund. Das vollständige Sortiment steht unter HF | NFC Stationäre Leser; wie sich die Bauformen grundsätzlich unterscheiden, erklärt der Ratgeber zu RFID Lesegeräten.
Beschaffung und Beratung
Vor der Bestellung klären wir mit Ihnen vier Punkte: welche Ausweistechnik im Bestand ist, ob der Türcontroller Wiegand oder OSDP spricht, ob Karten kodiert und bedruckt geliefert werden sollen, und ob mobile Ausweise über Smartphone dazukommen. Als herstellerunabhängiger Distributor liefern wir Leser, Karten und Keyfobs aus einer Hand und stellen Muster für den Test in Ihrer Anlage bereit. Die Grundlagen der Technik stehen im Beitrag Was ist RFID?













