Reinlegen statt scannen: eine RFID Self-Service-Box für E-Kanban und Rückgaben

An vielen Rückgabe- und Sammelstellen wird jedes Teil einzeln gescannt. Die CT - S-WBOX.01 dreht das um: Artikel in die Box legen, der integrierte UHF | RAIN-Reader erfasst die Transponder in einer Pulklesung, das Host-System bucht. Hier steht, wie die Box arbeitet, wo sie hinpasst, welche Transponder dazugehören und was vor einem Projekt zu klären ist.
October 12, 2026
Reinlegen statt scannen: eine RFID Self-Service-Box für E-Kanban und Rückgaben

Wo heute noch einzeln gescannt wird

An der Rückgabe für Dienstkleidung, am Kanban-Sammelkasten in der Produktion oder an der Ausgabe für Schutzausrüstung läuft die Erfassung oft gleich ab: Teil nehmen, Barcode suchen, scannen, nächstes Teil. Bei einem vollen Wäschesack dauert das, und ein doppelt oder gar nicht gescanntes Teil fällt erst beim Abgleich auf.

UHF | RAIN RFID braucht keinen Sichtkontakt. Über das Gen2-Protokoll fragt der Reader die Transponder im Feld in schneller Folge ab und trennt ihre Antworten per Antikollision. Für genau diesen Schritt ist die CT - S-WBOX.01 gebaut: eine mobile Box mit integriertem UHF-Reader, in die man die Artikel hineinlegt.

So arbeitet die Box

  1. Artikel hineinlegen. Der UHF-Transponder steckt im oder am Artikel, etwa als Wäschetransponder im Saum oder als Etikett auf der Kanban-Karte.
  2. Pulklesung. In der Version LARGE sind vier UHF-Antennen rund um den Innenraum an den integrierten Reader angeschlossen. Der Reader erfasst die Transponder der Artikel in der Box in einem Durchgang.
  3. Buchung im Host-System. Die EPCs gehen per Ethernet oder USB an einen PC oder ein Kiosk-Terminal vor Ort. Dort entscheidet die Buchungslogik, was aus der Lesung wird: Nachschub auslösen, Rückgabe verbuchen, Ausgabe quittieren.

Bedienoberfläche und Buchungslogik liegen damit beim Kunden. Die Box liefert die Lesungen. Ob sich ein Mitarbeiter vorher am Terminal mit seinem Ausweis anmeldet, ob ein Beleg gedruckt wird oder ob nur EPCs zählen, die seit dem letzten Leeren neu dazugekommen sind, legt die Software fest, die ohnehin den Bestand führt.

Beispiel E-Kanban: Karte rein, Nachschub raus

Im klassischen Kanban hängt an jedem Behälter eine Karte. Ist der Behälter leer, wandert die Karte in einen Sammelkasten, und jemand trägt die Karten zur Disposition oder scannt sie ein. Beim E-Kanban mit RFID trägt die Karte ein UHF-Etikett. Landet sie in der S-WBOX.01, liest der Reader ihren EPC, und das Host-System löst den Nachschub für genau diesen Artikel und Regelkreis aus.

Dasselbe geht mit den Behältern selbst: Kommt ein leerer Behälter mit Transponder zurück, liefert die Lesung das Nachschubsignal. Auf Kunststoffbehältern reicht meist ein UHF-Etikett, Metallbehälter brauchen einen On-Metal-Transponder. Eine Übersicht gibt es unter UHF RFID Tags und Label.

Zwei Punkte gehören in die Planung. Liegen viele Karten genau übereinander, koppeln die Etikettenantennen und verstimmen sich gegenseitig; Kartenstärke, Etikettenposition und Chip legen wir deshalb im Test mit einem Stapel echter Karten fest. Und weil die Karten bis zur nächsten Leerung in der Box bleiben, muss das Host-System wissen, welche EPCs schon gemeldet sind. Die Etiketten für die Karten, etwa das CT RFID Label, bedrucken und kodieren wir ab 1 Stück, mit der Kartennummer im Klartext und im EPC.

Beispiel Textilien, PSA und Mietartikel

Bei Berufs- und Dienstkleidung sitzt der Transponder meist im Saum oder in einem eingenähten Etikett. Wer Kleidung zurückgibt, legt sie in die Box, und das Host-System verbucht die Rückgabe für den Mitarbeiter oder die Kostenstelle. Für Textilien, die in die Industriewäsche gehen, gibt es die CT Laundry Tag Series: 20 UHF | RAIN-Wäschetransponder mit NXP UCODE 9xe oder Impinj M830, genäht, heißgesiegelt oder zum Anhängen, ausgelegt auf 200 Industriewäschen bei 90 °C oder drei Jahre, je nachdem, was zuerst eintritt.

Dasselbe Muster gilt für Klinik- und Reinigungstextilien, für die Ausgabe und Rücknahme persönlicher Schutzausrüstung und für Mietartikel: Auch hier legt man die getaggten Artikel in die Box, statt sie einzeln zu scannen. Reinigungstextilien wie Wischbezüge kommen oft feucht zurück, und Wasser dämpft UHF; Metallteile können den Transponder abschirmen oder verstimmen. Beides gehört in den Test, bevor der Transponder feststeht.

Technische Daten

  • Technologie: UHF | RAIN RFID, EPC Gen2 / ISO/IEC 18000-63
  • Frequenz: 865–868 MHz (EU)
  • Reader: integriert
  • Antennen (LARGE): 4 × UHF, rund um den Innenraum
  • Schnittstelle: Ethernet oder USB zum Host-System
  • Maße LARGE: 1430 × 1000 × 1120 mm (L × B × H), mit geöffnetem Deckel 2120 mm hoch
  • Maße SMALL: 600 × 600 × 600 mm
  • Mechanik (LARGE): vier Rollen, Klappdeckel, Griffe an der Front und an beiden Seiten
  • Lieferumfang: Box, UHF-Reader, Antennen, Netzteil, Verkabelung
  • Nicht enthalten: PC oder Kiosk-Terminal für die Bedienoberfläche

Was vor dem Projekt zu klären ist

  • Transponder: Welcher Transponder passt zum Artikel, und wo sitzt er? Textilien brauchen Wäschetransponder, Kanban-Karten ein Etikett, Metallteile einen On-Metal-Transponder.
  • Füllung: Wie viele Artikel liegen gleichzeitig in der Box, und wie dicht? Direkt übereinanderliegende Transponder koppeln, Wasser dämpft, Metall reflektiert.
  • Umgebung: Steht getaggte Ware nahe an der Box, kann der Reader auch Transponder außerhalb sehen. Wie weit die Box nach außen liest, hängt von Sendeleistung, Antennen und Aufstellort ab.
  • Host-System: Welches System empfängt die EPCs, und welche Buchung folgt daraus? PC oder Kiosk-Terminal gehören nicht zum Lieferumfang.
  • Größe: LARGE nimmt Wäschesäcke und Behälter auf, SMALL passt zu Karten und kleinen Teilen.

Diese Punkte gehen wir mit Ihnen und echten Teilen aus Ihrem Betrieb durch, bevor ein Projekt startet. Welche UHF-Transponder für Ihre Oberfläche, Reichweite und Temperatur in Frage kommen, filtert der UHF Tag Finder; Bauformen und Chips im Vergleich stehen unter RFID Tags und Transponder.

Projekt anfragen

Schicken Sie uns Anwendung, Artikel, die Zahl der Artikel pro Rückgabe, vorhandene Transponder und Ihr Host-System. Wir sagen Ihnen, welche Version und welcher Transponder passen, und rechnen den Projektpreis.

Projekt anfragen: Anfrage zur CT - S-WBOX.01 · Produktseite und Datenblatt

Häufige Fragen

Welche Transponder liest die Box?

UHF | RAIN-Transponder nach EPC Gen2 / ISO/IEC 18000-63 im europäischen Band 865–868 MHz. HF | NFC-Transponder und Barcodes liest sie nicht.

Werden alle Artikel in der Box erfasst?

Das hängt vom Transponder ab, von seiner Position am Artikel und davon, wie dicht die Artikel liegen. Deshalb testen wir vor dem Projekt mit Ihren Artikeln.

Braucht die Box einen PC?

Ja, oder ein Kiosk-Terminal. Die Box gibt die Lesungen per Ethernet oder USB an das Host-System weiter; PC oder Terminal gehören nicht zum Lieferumfang.

Liest die Box auch Transponder außerhalb der Box?

Bei UHF ist das möglich, wenn getaggte Ware nahe an der Box steht. Wie weit die Box nach außen liest, hängt von Sendeleistung, Antennen und Aufstellort ab; das gehört in den Test am Einsatzort.

Welche Größe brauche ich?

LARGE (1430 × 1000 × 1120 mm) mit vier Antennen, Rollen und Klappdeckel für Textilien und Behälter; SMALL (600 × 600 × 600 mm) für kleinere Mengen und Teile wie Kanban-Karten.

Was kostet die Box, und wann ist sie lieferbar?

Projektpreis und Verfügbarkeit nennen wir auf Anfrage, je nach Version und Stückzahl.